Konzepte unserer Schule

„Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen.“ Johann Amos Comenius

Was macht die Grundschule Comeniusstraße aus?

In den vergangenen Jahren haben wir besonders intensiv daran gearbeitet, guten Unterricht in einer kindgerechten, lebendigen Schule zu verwirklichen, in der sich alle Lernenden in ihrer Individualität angenommen fühlen. Dabei haben wir immer wieder unter Beweis gestellt, dass wir bereit sind, uns von alten Konzepten zu verabschieden und neue Bilder über Lehren und Lernen zu entwerfen.

Auf dem Weg zu einem „Haus des Lernens und Lebens“ mit einer veränderten Lernkultur, in der Lernen auch als soziales Lernen, als produktives und kreatives Lernen aufgefasst und in der die Leistungen aller Kinder entwickelt und gewürdigt werden, haben wir an mehreren wichtigen Bausteinen gearbeitet.

Ein wesentlicher Baustein einer guten Schule ist guter Unterricht, der auf unterschiedlichen Leistungsniveaus angelegt ist und in dem allle Schülerinnen und Schüler, gemessen an ihren Voraussetzungen gute Leistungen erzielen können. Einen hohen Stellenwert hat für uns das selbstständige Denken und Handeln in offenen, schülerorientierten Situationen und das eigenständige Entdecken und Recherchieren in ganzheitlichen Projekten und Vorhaben, in denen das Leben gelernt werden kann. Wir stellen die Stärken unserer Kinder in den Focus und finden und fördern die Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler. Auch nehmen wir an Wettbewerben, Aufführungen und Ausstellungen teil.

Fortwährend arbeiten wir an der Verwirklichung einer bewegten Schule, in der sich Lernen mit allen Sinnen vollziehen kann, denn der „der Anfang der Kenntnis muss immer von den Sinnen ausgehen.... Daher gilt als goldene Regel für alle Lehrenden: Alles soll, wo immer möglich den Sinnen vorgeführt werden.“ Diesen Grundgedanken unseres Namensgebers beherzigend, arbeiten wir fortwährend an der Realisierung einer Schule, in der Kinder denken, handeln, mit allen Sinnen wahrnehmen und fühlen und sich mit Freude bewegen können. So haben wir den Schulhof umstrukturiert und werden auch noch zukünftig weiterhin versuchen, ihn kindgerecht umzugestalten. Auch ein Schulgarten und eine Wasserlandschaft sind mit tatkräftiger Unterstützung von Mitarbeitern des Kinderhauses Brunsviga, Eltern, Kindern und Lehrkräften angelegt worden.

Seit vielen Jahren schon haben wir keine Schulklingel mehr. Zum Ende der Pause läuten die Kinder der vierten Klassen mit einer Handglocke, so dass alle Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte wissen, dass nun der Unterricht wieder beginnt.

Die musisch-kreative Entwicklung der uns anvertrauten Kinder ist uns wichtig. Deswegen erhalten unsere Schülerinnen und Schüler vielfältige Anregungen, sich fantasievoll zu betätigen: im Kunstunterricht und in künstlerischen Projekten, beim gemeinsamen Musizieren beispielsweise im Chor unserer Schule, im Rahmen unseres Konzepts "Jedem Kind ein Instrument", beim Theaterspiel mit unseren Theaterpädagogen, beim Tanzen mit der Tanzpädagogin,  in unseren "Ateliers" und im Rahmen der Besuche von Theatern und Museen.

Unsere Schule soll eine Schule für alle Kinder unseres Schulbezirks sein. Wir nehmen an der Sonderpädagogischen Grundversorgung teil. Sie beinhaltet die sonderpädagogische Förderung in der zuständigen Grundschule von lernbeeinträchtigten und sprachauffälligen Kindern und solchen mit Verhaltensproblemen. Gleichzeitig soll durch frühzeitige Hilfe und Unterstützung Defiziten entgegen gewirkt werden (siehe hierzu auch Sonderpädagogische Grundversorgung). Darüber hinaus gehören wir einem Kooperationsverbund von mehreren Schulen an, dessen wichtiges Ziel es ist, besonders begabte Schülerinnen und Schüler zu begleiten und zu fördern.

Die intensiven Diskussionen im Zusammenhang mit der Einführung des Schulversuchs „Lernen unter einem Dach“ führten uns auf die „Pädagogik der Vielfalt“, die dem altersgemischten Lernen zugrunde liegt. Seit  einigen Jahren arbeiten wir an diesem Thema. Im Schuljahr 2017 / 18 haben wir unser pädagogisches Konzept umgestellt und praktizieren nun in allen sechzehn Lerngruppen das jahrgangsübergreifende Lernen in allen Fächern.

Wir wollen außerdem die Mehrsprachigkeit an den Beispielen der englischen Sprache bereits ab der 1. Klasse anbahnen und fördern und interkulturelles Lernen initiieren. So haben unsere Kinder ab dem ersten Jahrgang Englischunterricht.

Möchten Sie mehr erfahren? Dann schauen Sie unseren kleinen Film an, der im Rahmen unserer Netzwerkarbeit Ganztägig lernen gedreht worden ist. Er kann hier angesehen werden.  Auch hier (Artikel im Rahmen unserer Mitgliedschaft Ganztägig lernen) und hier (Preisträger-Schulen des Deutschen Schulpreises im Interview) erfahren Sie mehr.